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WissenswertesWeiterbildung für Beschäftigte

Weiterbildung für Beschäftigte – so finanzieren Sie Ihre Weiterbildung

Mit der Zunahme Ihrer beruflichen Erfahrung kommt auch der Wunsch nach höheren beruflichen Abschlüssen und Aufstiegsqualifikationen. Doch Weiterbildung kostet. Schon für Kurse von kurzer Dauer fallen schnell ein paar Hundert Euro an. Längere Lehrgänge gehen sogar in die Tausende. Wir sagen Ihnen, wie Sie Ihre Weiterbildung finanzieren können.

Weiterbildung für Beschäftigte – so finanzieren Sie Ihre Weiterbildung
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Zuerst die gute Nachricht. Auch für Bildungshungrige in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmerverhältnis gibt es jede Menge finanzielle Unterstützung. Neben dem Staat mit seinen diversen Förderprogrammen – vom Qualifizierungschancengesetz bis zum Aufstiegs-Bafög, geben auch etliche Bundesländer Zuschüsse für individuelle Weiterbildungen. Zudem unterstützen viele Arbeitgeber:innen das Engagement ihrer Beschäftigten in Sachen Bildung mit Zeit und Geld. Letztlich profitiert davon auch das Unternehmen. Auch die Möglichkeit für einen bezahlten Bildungsurlaub sowie steuerliche Erleichterungen sollen Ihnen Anreize für eine berufliche Weiterbildung geben.

Das Qualifizierungschancengesetz

Das Qualifizierungschancengesetz (QCG) ist eine gesetzlich geregelte Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Durch das Gesetz werden in Absprache mit dem Arbeitgeber die Kosten berufsbegleitender Weiterbildungen und zum anderen die Lohnkosten während der Weiterbildung übernommen. Die Maßnahme dient dazu, den aktuellen Fachkräftebedarf zu decken. Ob arbeitssuchend, von Arbeitslosigkeit bedroht oder auf der Suche nach einer Aufstiegsmöglichkeit im aktuellen Beruf: Ziel des QCG ist es, dass Beschäftigte die Möglichkeit haben, vollkommen unabhängig von Alter, Unternehmensgröße oder Vorbildung ihre Kompetenzen durch eine Fortbildung zu erweitern.

Gefördert werden zwei Arten von Weiterbildungen: die abschlussorientierte Weiterbildung oder die Anpassungsqualifizierung. Das bedeutet, dass die Lehrgänge entweder zu einem Berufsabschluss führen müssen, oder Kenntnisse vermitteln, die auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind.

Wie viel Förderung steht Ihnen zu?

Der Staat übernimmt je nach Betriebsgröße zwischen 25 % und 100 % der Weiterbildungskosten. Unabhängig davon kann der Zuschuss bei älteren und schwerbehinderten Menschen bis zu 100 % betragen. Die Lohnkosten während der Weiterbildung werden mit 25 % bis 75 % je nach Betriebsgröße bezuschusst. Die Weiterbildungsmaßnahme muss aus beruflicher Sicht notwendig sein und eeine Mindestdauer von mindestens 121 Stunden haben.

Um Näheres herauszufinden, sollten Sie, womöglich gemeinsam mit Ihrem Arbeitgeber eine Weiterbildungs- und Qualifikationsberatung, ein Angebot der Bundesagentur für Arbeit (BA) bzw. dem Jobcenter in Anspruch nehmen. Weitere Details finden Sie auf unserer Seite zum Qualifizierungschancengesetz.

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Kurse mit dem Qualifizierungschancengesetz

Hier geht's zu den Kursen, die mit dem Qualifizierungschancengesetz gefördert werden können.
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Der Bildungsgutschein für Beschäftigte

Hierbei handelt es sich um eine Finanzierungshilfe der Agentur für Arbeit. Ziel der Maßnahme ist die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt, die Abwendung einer drohenden Arbeitslosigkeit oder das Nachholen eines fehlenden Berufsabschlusses. Gefördert werden also sowohl Arbeitssuchende als auch Berufstätige.

Eine Voraussetzung ist zum einen, dass die gewählte Weiterbildung und Bildungseinrichtung für eine solche Förderung zugelassen ist. Im Gutschein werden alle Details vermerkt. Dazu zählt das jeweilige Fortbildungsziel, die genaue Fortbildungsdauer, der regionalen Geltungsbereich und -zeitraum. 

Welche Kosten werden mithilfe des Bildungsgutscheins übernommen?

Die Kosten der Weiterbildung werden vollständig von der Einrichtung getragen, die Ihnen den Bildungsgutschein ausgestellt hat. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um die Bundesagentur für Arbeit oder das Jobcenter. Darüber hinaus werden, je nach Bedarf, auch Fahrtkosten oder Kosten für die Kinderbetreuung übernommen.  

Die Förderung einer Weiterbildung für Beschäftigte ist ähnlich aufgebaut wie die Förderung für Arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit Bedrohte. Daher gelten für Beschäftigte letztlich die gleichen Bedingungen und Formalitäten wie für Arbeitssuchende. Weitere Details finden Sie auf unsere Seite zum Bildungsgutschein.

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Kurse mit dem Bildungsgutschein

Hier geht's zu den Kursen, die mit dem Bildungsgutschein gefördert werden.
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Das Aufstiegs-BAföG

Das Aufstiegs-BAföG ist eine gesetzlich geregelte, altersunabhängige finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Grundlage dafür ist das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz, kurz: AFBG. Ziel des AFBGs ist es, Fach-, Führungskräfte und potentielle Existenzgründer zu fördern und damit Unternehmen zu stärken.

Diese Weiterbildungsförderung ist individuell, richtet sich aber vor allem an Menschen mit einer Berufsausbildung oder -erfahrung, die eine darauf aufbauende Aufstiegsfortbildung planen. Mehr als 700 Fortbildungsabschlüsse werden gefördert. Unter Umständen können auch Studienabsolventen oder -abbrecher von der Förderung profitieren. Diese kann in Voll- und Teilzeit, bei öffentlichen und privaten Trägern, die einen Abschluss über dem Niveau einer Facharbeiter-, Gesellen- und Gehilfenprüfung oder eines Berufsfachschulabschlusses aufweisen, absolviert werden. 

Die genaue Fördersumme ist individuell und kann daher unterschiedlich hoch ausfallen. Daher ist es schwierig, im Vorfeld konkrete Angaben zur Höhe der Fördersumme zu machen. Grundsätzlich handelt es sich dabei um eine Kombination aus Zuschuss und Darlehen. Bezuschusst werden in beiden Fällen Prüfungs- und Lehrgangsgebühren. Sie erhalten einen Zuschuss (50 % des Maßnahmebeitrags), der nicht mehr zurückgezahlt werden muss, sowie die andere Hälfte als zinsgünstiges Darlehen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gewährt. Ab dem 1. Januar 2023 soll das Darlehen sogar zinsfrei angeboten werden, wobei die Bundesregierung momentan prüft, ob dies umsetzbar ist. Der Höchstsatz für anfallende Fortbildungskosten beläuft sich auf maximal 15.000,00 €.

Sofern Materialkosten für eine Meisterprüfung anfallen, werden diese bis zur Hälfte übernommen, jedoch nur bis maximal 2.000,00 €. Wenn es Bedarf gibt, werden auch Lebensunterhaltungskosten von bis zu 768,00 € gezahlt, dazu können noch Aufschläge für Verheiratete oder für Kinder aufgerechnet werden. 

Alle weiteren Informationen finden Sie auf unserer Seite Aufstiegs-BAföG.

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Kurse mit dem Aufstiegs-BAföG

Hier geht's zu den Kursen, die mit dem Aufstiegs-BAföG gefördert werden.
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Förderung durch die Rentenversicherung

Sie wollen trotz gesundheitlicher Probleme Ihren Arbeitsplatz erhalten und neu durchstarten? Die Deutsche Rentenversicherung bietet Versicherten die Möglichkeit einer Weiterbildungsförderung und damit die Möglichkeit nach einer Krankheit oder geminderten Erwerbsfähigkeit zurück zum Berufsleben zu finden. Unter dem Fachbegriff "Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben" eröffnen sich Leistungen, die sowohl Ihren Arbeitsplatz erhalten sollen (wieder fit für den Job), als auch Aus- und Weiterbildungsangebote, die Ihnen ganz neue berufliche Perspektiven ermöglichen (Ihre neue Chance). So können Sie mit Hilfe des Förderprogramms Ihre vorhandenen Kenntnisse und Fertigkeiten in Ihrem bisherigen Tätigkeitsfeld erweitern. Möchten Sie hingegen einen neuen Schritt wagen, werden Ihnen in einer Umschulung diejenigen Fertigkeiten und Kenntnisse vermittelt, die den Übergang in eine andere und neue Beschäftigung ermöglichen. 

Ziel der Förderung durch die Deutsche Rentenversicherung ist die berufliche (Re-)Integration. Die Leistungen der Rentenversicherung dienen also nicht nur der medizinischen Rehabilitation, sondern ergänzen durch Förderung von Weiterbildung und Qualifizierung. Die Leistungen umfassen Hilfsmittel technischer und persönlicher Art, bis hin zum Gründungszuschuss. Bei der Auswahl der Leistungen werden individuell unterschiedliche Faktoren wie Eignung, Neigung oder Ihre bisherige Tätigkeit berücksichtigt. Auch die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt fließt in die Entscheidung mit ein.

Die Deutsche Rentenversicherung übernimmt die vollständigen Kosten der Weiterbildung oder Umschulung. Dazu gehören die Weiterbildungskosten, die Prüfungsgebühren, die Lernmaterialien, die Fahrtkosten. Ebenso werden die Kosten für eine gegebenenfalls notwendige Kinderbetreuung übernommen.

Um von dem Förderprogramm der Deutschen Rentenversicherung profitieren zu können, muss der:die Betroffene gesundheitlich so eingeschränkt sein, dass er:sie seine:ihre berufliche Tätigkeit in der bisherigen Weise nicht mehr ausüben kann.

Zudem müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Als Betroffene müssen Sie zum Zeitpunkt der Antragstellung seit mindestens 15 Jahren bei der Deutschen Rentenversicherung versichert sein.
  • Die Fördermaßnahme oder Weiterbildung muss im direkten Anschluss an eine medizinische Rehabilitation durchgeführt werden, um deren Erfolg sicherzustellen.
  • Ihre gesundheitliche Situation ist so beschaffen, dass Sie ohne die Förderung eine Rente aufgrund einer verminderten Erwerbsfähigkeit erhalten müssten.

Weitere Informationen erhalten Sie durch Ihre Deutsche Rentenversicherung oder auf unserer Seite Förderung durch die Deutsche Rentenversicherung.

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Kurse mit der Rentenversicherung

Hier geht's zu den Kursen, die durch die Rentenversicherung gefördert werden.
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Der Bildungsscheck

Beim Bildungsscheck handelt es sich um ein Förderprogramm zur beruflichen Weiterbildung, dessen Konditionen sehr bundesländerspezifisch bzw. regional begrenzt sind. Somit gelten die unten aufgezählten Punkte ausschließlich für das Bundesland Nordrhein-Westfalen. Eine vergleichbare Alternative befindet sich in Baden-Württemberg, dem Saarland, Sachsen und Thüringen und nennt sich Weiterbildungsscheck für Berufstätige und Arbeitnehmer. 

Es gibt zwei Arten des Bildungsschecks.

A. Der individuelle Bildungsscheck richtet sich an Berufstätige (auch in Elternzeit), Berufsrückkehrer und Selbstständige. Berufsabschlüsse können nachgeholt, berufliche Kompetenzen und Nachweise erworben werden. Bis zu 50 % der Gesamtausgaben für die Weiterbildung können übernommen werden, die Summe darf allerdings nicht mehr als 500,00 € pro Scheck betragen.

B. Der betriebliche Bildungsscheck richtet sich an kleine bis mittlere Unternehmen. Innerhalb eines Jahres kann ein Unternehmen bis zu 10 Bildungsschecks für seine Beschäftigten erhalten und frei vergeben. Er wird in autorisierten Beratungsstellen ausgestellt.

Steuerliche Förderung

Es besteht die Möglichkeit, bei Weiterbildungen auch nachträglich finanziell zu profitieren. Sie können gewisse entstandene Kosten als Werbungskosten vollständig von Ihrer Einkommenssteuer absetzen. Dazu zählen Kursgebühren, Literatur-, Fahrt-, Übernachtungs- oder Verpflegungskosten. Dafür müssen die Kosten über der  Arbeitnehmerpauschalbetrag liegen. Allgemein ist ein Pauschalbetrag in Höhe von 1.000,00 € vorgesehen.

Für Weiterbildungen aus privatem Interesse, Erstausbildungen oder Kosten eines Erststudiums gilt dies nicht, sondern Weiterbildungen zum Erhalt einer Zusatzqualifikation und einem beruflichem Mehrwert. Für letztere gibt es andere Möglichkeiten, die Kosten von der Steuer abzusetzen. Genauere Informationen darüber erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Finanzamt.

Fördermöglichkeiten durch Arbeitgeber

Viele Arbeitgeber:innen unterstützen das Engagement Ihrer Beschäftigten in Sachen Bildung mit Zeit und Geld. Schließlich profitiert davon auch das Unternehmen. Die Art der Förderung liegt vollständig im Ermessen Ihres Arbeitgebers, sodass Sie ihn persönlich mit guten Argumenten davon überzeugen müssen, Sie zu fördern. Beginnen Sie mit der schlichten Frage nach einer beruflichen Weiterbildung. Argumentieren Sie weiter, dass die Weiterbildungsmaßnahme Ihnen dazu verhelfen wird, essentielle, aber auch erweiterte Kenntnisse zu erlangen und Sie damit einen deutlichen Mehrwert für das Unternehmen darstellen werden. Mitarbeiterförderung ist Personalentwicklung und elementar für ein Unternehmen. Die Erfahrung zeigt, durch eine Weiterbildung motivierte und geschulte Mitarbeiter:innen setzen sich überdurchschnittlich für das Unternehmen ein und führen Projekte eigenverantwortlich zum Erfolg.

Zusätzlich stellt der Staat eine gesetzlich geregelte Fördermaßnahme für Arbeitgeber zur Entlastung und gleichzeitiger Qualifizierung ihrer Mitarbeiter zur Verfügung. So können Unternehmen ihre wettbewerbsfähigkeit stärken und Arbeitsplätze sichern.

Das Qualifizierungschancengesetz ermöglicht Unternehmen die staatliche Förderung der Weiterbildung ihrer Beschäftigten. Entweder im Rahmen einer abschlussorientierten Weiterbildung oder einer Anpassungsqualifizierung.

Möchten Sie mit Ihrem Arbeitgeber gemeinsam von dieser Förderung profitieren? Alle Informationen finden Sie hier: Ihre Vorteile mit dem Qualifizierungschancengesetz

 

Der Bildungsurlaub

Der Bildungsurlaub bietet Arbeitnehmer:innenn die Möglichkeit, trotz Beschäftigung in Vollzeit eine Weiterbildung zu absolvieren. Mit Ausnahme von Bayern und Sachsen haben Arbeitnehmer:innen (mit Ausnahme von Beamten) in allen Bundesländern gesetzlichen Anspruch darauf. Dieser ist auch in den sogenannten Bildungsurlaubsgesetzen vermerkt.

Dabei müssen Arbeitgeber Ihren Mitarbeiter:innen bezahlten Urlaub für eine Weiterbildung geben. Dieser wird zusätzlich zum regulären Urlaubsanspruch gewährt. Alle weiteren Kosten wie Kursgebühren, Ausgaben für Lehrmittel sowie Kosten für Fahrten und Unterkunft werden nicht übernommen.

In der Zeit des Bildungsurlaubs sollen Beschäftigte Veranstaltungen der Weiterbildung besuchen oder sich auf entsprechende Prüfungen vorbereiten. Der Inhalt der Weiterbildung muss nicht zwangsläufig mit der beruflichen Tätigkeit in Verbindung stehen oder der beruflichen Karriere dienen. Somit ist auch kulturelle oder ehrenamtliche Weiterbildung, aber auch sprachliche und politische Kurse durchaus möglich. Wichtig ist nur, dass der Kurs für einen Bildungsurlaub anerkannt wird. Darüber sollten Sie sich im Einzelnen informieren, da die Vorgaben individuell und bundeslandabhängig sind. 

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